MRT in der Schwangerschaft: ja oder nein?
November 20, 2019

Gibt es eine gesundheitsschädliche Strahlung bei einer MRT?

Die Magnetresonanztomographie (kurz: MRT) zählt heutzutage zu den wichtigsten und aussagekräftigsten bildgebenden Verfahren. Dank der hervorragenden schnellen technologischen Entwicklung hat sich die Untersuchung als unverzichtbarer Bestandteil der Diagnostik fest etabliert.

Eine MRT kann bei den unterschiedlichsten medizinischen Fragestellungen helfen – und Vermutungen sichern oder Diagnosen ausschließen. Sie hilft beispielsweise dabei, entzündliche Erkrankungen, Veränderungen von Gewebe, Organen, Knochen, Bändern und Sehnen oder auch Tumore/Metastasen zu erkennen. Wichtig kann eine MRT auch bei der Klärung der Frage sein, ob eine Störung der Blutversorgung beim Patienten vorliegt. Die Untersuchungsmethode hat aber neben ihren vielfältigen Einsatzgebieten noch einen weiteren großen Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Verfahren wird bei der MRT keine potenziell gesundheitsschädliche Strahlung verwendet.

Die Risiken ionisierender Strahlung

Ausgehend von der Strahlenquelle transportiert Strahlung Energie. Diese wird z. B. wie bei der Röntgenstrahlung als ionisierende Energie befördert. Der Energietransport ist hier größer als bei sichtbarem Licht oder bei Infrarotstrahlung.

Die ionisierende Strahlung birgt ein Risiko: Materie, in die diese Art der Strahlung eindringt, kann dadurch verändert werden, da chemische Verbindungen aufgebrochen oder Atome sowie Moleküle ionisiert werden. Das bedeutet, dass aus einem Atom oder Molekül ein oder mehrere Elektronen entfernt werden.Das Atom oder Molekül verbleibt als positiv geladenes Ion (Kation).

Trifft ionisierende Strahlung auf lebende Zellen oder Organismen, so ist es möglich, dass dort durch die entsprechenden chemischen und physikalischen Vorgänge Schäden hervorgerufen werden. Untersuchungen, die sich auf die ionisierenden Strahlungen stützen (Röntgenaufnahmen, Röntgendurchleuchtungen und Computertomographien), können beim Durchdringen von Gewebe Schäden am Erbgut auslösen. Diese Schäden an der DNA stehen im Verdacht, langfristig gesundheitsschädlich zu sein. Sie können u. U. zu Krebs führen. Da man davon ausgehen muss, dass jede Strahlungsbelastung ein gewisses Risiko beinhalten kann, sollten zu häufige Röntgenuntersuchungen und CTs (vor allem häufige Wiederholungsuntersuchungen, die nicht zwingend notwendig sind) vermieden werden.

Vermeidung ionisierender Strahlung bei der MRT

Wie eingangs bereits erwähnt, verzichtet die Magnetresonanztomographie auf ionisierende Strahlung. Statt dessen stützt sie sich zur Bilderstellung auf drei unterschiedliche Felder:

Statisches Magnetfeld

Zur Erzeugung der sogenannten Kernmagnetisierung wird bei der MRT ein starkes, statisches Magnetfeld genutzt. Viele Studien wurden dazu durchgeführt, in keiner konnte eine nachteilige gesundheitliche Wirkung festgestellt werden. Ein mögliches Risiko liegt lediglich in der magnetischen Anziehungskraft von metallischen und ferromagnetischen Gegenständen. Sie werden im Wirkungsfeld des Magneten stark beschleunigt und können sich dadurch zu gefährlichen Projektilen entwickeln. Aus diesem Grund gibt es im MRT-Raum keine derartigen Gegenstände. Durch eine sorgfältige und umfangreiche Aufklärung unserer Patienten und gegebenenfalls deren Begleitpersonen kann eigene Gefahr aus dem Körper ausgeschlossen werden.

Wurde bei einem Patienten eine Operation mit Einsatz eines Implantats durchgeführt (z. B. eine orthopädische Prothese), so erhält er von seinem behandelnden Arzt einen Implantatausweis, der darüber Auskunft gibt, ob eine MRT durchgeführt werden kann. Beispielsweise bei Hüft- und Knieprothesen kann die Untersuchung in der Regel bedenkenlos erfolgen. Die Prothesen können höchstens zu einer Bildeinschränkung führen.

Träger von Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Neurostimulatoren oder Cochleaimplantaten können leider nicht (oder nur durch eine spezielle Freigabe des untersuchenden Arztes) mit einer Magnet­resonanz­tomo­graphie untersucht werden. Kritisch können auch Metallsplitter im Gesichtsbereich sein. Eine MRT kann weiterhin nicht durchgeführt werden, wenn eine OP an den Hirngefäßen vorgenommen wurde oder die Gehörknöchelchen in der Paukenhöhle vor längerer Zeit chirurgisch ersetzt wurden.

Bitte teilen Sie uns bei der Terminvereinbarung mit, ob bei Ihnen eine eventuelle Einschränkung vorliegt.

Elektromagnetische Hochfrequenz-Felder
Weiterhin setzt die MRT auf sogenannte gepulste elektromagnetische Hochfrequenz-Felder, die das Spinsystem anregen. Dadurch kann es zu einer Erwärmung des Körpergewebes des Patienten um max. 1 Grad Celsius kommen. Es erfolgt jedoch ein rascher, natürlicher Temperaturausgleich. Somit ist keine Gefahr für die Gesundheit gegeben. Zudem wird durch komplexe Monitorsysteme gewährleistet, dass die Temperatur bzw. der Grad der Erwärmung bei der Untersuchung ungefährlich bleiben.

Gradientenfelder
Das dritte Feld, das für eine erfolgreiche Magnetresonanztomographie benötigt wird, ist ein sogenanntes gepulstes, schwaches Magnetfeld. Es wird als Gradientenfeld bezeichnet. Ist es sehr schnell geschaltet, können Nerven- oder Muskelzellen im Körper des Patienten stimuliert werden. Als Folge kann es zu Kontraktionen im Brustbereich, in der Schulter, der Hüfte, im Gesäß oder an der Nase kommen. Auch Herzrasen ist möglich. Doch keine Sorge – ein Kontrollsystem bei der MRT gewährleistet, dass die Gradientenfelder nicht zu schnell eingestellt sind und so dem Patienten nicht geschadet wird.

MRT Frankfurt: Keine gesundheitlich schädliche Untersuchung

Sie sehen, einer der großen Vorteile der MRT-Untersuchung ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit, da keine ionisierende Strahlung verwendet und somit der Körper nicht belastet wird. Auf diese Weise sind auch häufigere Untersuchungen unbedenklich.

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MRT Frankfurt – Dr. Catarina Jung